E-Mail Newsletter sind nach wie vor ein ausgezeichnetes Arbeitstier im Marketing und eignen sich hervorragend zur Leadgenerierung. Man muss nur wissen, wie das Potenzial dieses Klassikers richtig ausgeschöpft und die gewonnenen Daten für sich genutzt werden können. Und auch hier gibt es Trends, die uns im neuen Jahr begleiten werden:

1. Neue KPIs

Seit Herbst 2021 unterbindet das neue Apple Update das Tracking der E-Mail-Opens bei Apple-Mail-Usern. Das zwingt Marketer zur Nutzung neuer KPIs neben der Öffnungsrate. Das bedeutet allerdings nicht das Ende des E-Mail Marketings als Tool der Lead- und Informationsgenerierung. Um das Problem zu umgehen, gibt es verschiedene Ansätze. Unter anderem die Auswertung der Klickraten innerhalb der Mailings als neue KPI. Außerdem kann eine Unterscheidung zwischen Apple-Mailings und Nicht-Apple-Mailings vorgenommen werden, um eine differenzierte Auswertung durchführen zu können. Auf lange Sicht wird die Öffnungsrate als Kennzahl aber wahrscheinlich weniger aussagekräftig und verlässlich sein, was nicht nur Raum, sondern auch Bedarf für neue KPIs mit sich bringt.
Für weitere Informationen lesen Sie dazu gerne unseren Artikel über das iOs-Update.

2. Hyper Personalisierung mithilfe von KI und Gamification

Das Thema Personalisierung wird immer wichtiger und im E-Mail Marketing gehört es bereits zu den Standards. Allerdings wird sich auch hier einiges verändern in 2022. Auf Grundlage von Algorithmen und KI erfolgt Personalisierung nun datenbasiert und noch spezifischer. So kann mithilfe von Segmentierungsfiltern eine Einordnung in konkrete Zielgruppen vorgenommen werden. Individuelle Customer Experiences können dementsprechend mit relevantem Content angereichert und die gezielte Ansprache sowie angepasster Content die gesamte Customer Journey lang genutzt werden, um die Conversion-Rates zu erhöhen. Hier können beispielsweise Umfragen oder Gamification zum Einsatz kommen, um die Kund*innen intensiver in Ihr Marketing einzubinden: Interaktiver und user-generierter Content ist der Schlüssel zur Integration des Kundenstammes in Ihre Kampagne. So gestalten Ihre Kund*innen die Kampagne mit und gleichzeitig erfahren Sie bspw. mehr über ihr Verhalten und die Einstellungen zu bestimmten Themen. Mit solchen interaktiven Komponenten wirken Sie authentischer und gleichzeitig wird durch das Einbinden der Kund*innen diesen eine gewisse Verantwortung für den eigenen Content übertragen. Aber auch hier gilt: Der Inhalt sollte auf ihre Zielgruppe zugeschnitten sein.

3. Customer Experience im Mittelpunkt

Und da Personalisierung das A und O ist, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erlangen, unterstützen weitere Aspekte, wie die Barrierefreiheit des Newsletters, die elegante Variante des Darkmodes, aber auch das Anpassen des Contents an das Userverhalten der Zielgruppe, das Wohlbefinden ihrer Kund*innen / den Erfolg ihrer Newsletter Kampagne und sorgen für mehr Klicks: Unter Barrierefreiheit fällt die leserfreundliche und inklusive Gestaltung des Newsletters, wie bspw. eine Erleichterung beim Lesen durch einen hohen Kontrast, falls Kund*innen eine Farbschwäche besitzen. Auch der beliebte Darkmode am Handy sollte mit dem Newsletterdesign kompatibel sein. Viele User nutzen diesen und somit sollte der Newsletter nicht negativ durch unpassendes Design auffallen, falls die Mailing App sich dem Darkmode anpasst. Ein Großteil Mails wird generell über das Smartphone und nicht am Laptop im Browser geöffnet, was auch den Trend aus dem letzten Jahr unterstreicht: Mobile Only Templates.

4. Plain Text Mails

Dieser letzte Trend bildet eine überraschende Gegenbewegung zu den oben genannten interaktiven und user generierten Contents in Newslettern: Die Plain Text Mails. Und diese sind genau das: reiner Text – simpel und übersichtlich. Hier ist die Kunst, die Leserschaft zu faszinieren und im Idealfall einem Call-to-Action folgen zu lassen. Diese Darstellungsform hat mehrere Vorteile: Sie ist günstig und schnell zu produzieren. Außerdem wird eine richtige Darstellung der Inhalte garantiert, da kein HTML hinterlegt ist. So sind Dark Mode am Handy oder das Zustimmen von Grafikdownloads kein Problem mehr. Zusätzlich landen Plain Text Mails nicht so häufig im Spam Ordner und teilweise sehen Nutzer*innen diese nicht so sehr als Sicherheits- oder Privatsphäre-Risiko, wie mit Content und Grafiken gefüllte Newsletter. Ohne Grafiken o.ä. verringert sich ebenfalls die Bandbreite der Mails, welche die Speicherplätze der Empfänger*innen belastet und somit nicht so schwerwiegend ausfällt. Bei den vielen Varianten der Newsletter Kampagnen heutzutage scheinen Plain Text Mails ein wiederkehrender Trend zu sein, der nicht zu unterschätzen ist, denn durch das simple Auftreten sticht ein solcher Newsletter garantiert hervor.


Autorin

Carolina Palm

Seit Juli 2021 bin ich Teil des netnomics-Teams. Als Werkstudentin im Marketing bin ich in viele kreative Projekte eingebunden, bei denen ich Planung und Umsetzung unterstütze. Da immer neue Themen und Aufgaben hinzukommen, wird es nie langweilig und Flexibilität in Kombination mit gut geführten To-Do-Listen ist hier meine Devise.

Wenn ich mal nicht für die Uni oder netnomics am Laptop sitze, findet man mich mit Freunden auf Konzerten oder in einer ruhigen Minute auch beim Aquarellmalen.

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